Ein neues Wahrzeichen für Hannover

Warum das Ihme-Zentrum eine Chance und keine Bauruine ist.

Tag: utopianale

März 2016 – Das Ihme-Zentrum in der Politik

Constantin Alexander beim Kongress Zukunftsstadt.

Constantin Alexander beim Kongress „Urban Futures“.

Der Februar war ein guter Monat für das Ihme-Zentrum: Am 22. Februar wurde Constantin Alexander vom Bundesbildungsministerium nach Berlin eingeladen, um beim Kongress „Urban Futures“ vom Fraunhofer-Institut seine Arbeit für eine nachhaltige und kreative Transformation des Ihme-Zentrums vorzustellen. Das Projekt stieß besonders bei Politikern aus anderen Städten und weiteren Nachhaltigkeitsexperten auf großes Interesse. Einige haben sich bereits für Rundgänge durch das Ihme-Zentrum angemeldet. Der nächste öffentliche Spaziergang ist übrigens am 13. März 2016. Anmeldungen hier.

Volles Haus beim Pre-Screening der Ihme-Zentrums-Dokumentation.

Volles Haus beim Pre-Screening erster Szene aus der Ihme-Zentrums-Dokumentation.

Am 27. Februar stellte Alexander dann gemeinsam mit seinem Projektpartner, dem Filmemacher Hendrik Millauer, erste Szenen ihrer Dokumenation „Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft“ auf dem Utopianale Filmfestival in Hannover vor. Der Saal war so voll, das einige Besucher stehen mussten. Im Anschluss hielt Architekt Gerd Runge einen Vortrag über die Ursprünge des Ihme-Zentrums und dessen architektonischer Vorbilder sowie möglicher technischer Aufwertungen des Quartiers. Auch hier war das Interesse sehr groß. Gerd Runge erklärte am 29. Februar ausserdem im Social Center Linden, warum die Krise des Ihme-Zentrums eine Chance ist für den gesamten Stadtteil. Manche Beobachter gehen inzwischen sogar so weit, das Ihme-Zentrum als eines der bestimmenden Themen des Kommunalwahlkampfes in diesem Jahr auszurufen. 

Sie könnten recht haben: Nur gemeinsam und über Parteiengrenzen hinweg lässt sich so eine Aufgabe erfüllen. Dafür setzen sich viele Menschen ein, die sich ein lebendiges Zentrum wünschen, von dem ganz Hannover profitieren würde.

Am Mittwoch, 9. März, findet eine Anhörung zum Ihme-Zentrum im Bezirksrat Linden-Limmer statt. Eingeladen sind u.a. Torsten Jaskulski als Verwalter des Ihme-Zentrums, Gerd Runge als Vertreter des Bundes Deutscher Architekten (BDA) sowie Constantin Alexander, um seine Kampagne für eine nachhaltige Transformation des Ihme-Zentrums vorzustellen. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Freizeitheim Linden (Windheimstraße 4). Das Ganze ist öffentlich. Hier gibt es alle Infos zur Anhörung.

 

Februar 2016 – Das Ihme-Zentrum beim Utopianale Filmfestival

Utopianale

Am Samstag, 27. Februar, zeigen Hendrik Millauer und ich erste Szenen unserer  Dokumentation „Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft“ auf dem Utopianale Filmfestival 2016 im Freizeitheim Linden in Hannover. Nach der Vorführung wird es ein Gespräch mit uns geben und eine Zukunftswerkstatt zum Thema „Welche Visionen wünschen wir uns für das Ihme-Zentrum?“ Wir haben im Vorfeld mit dem Organisator Felix Kostrzewa gesprochen, was Besuchende erwartet.

Was ist die Utopianale und seit wann gibt es euch?
Die Utopianale ist ein jährliches Dokumentarfilmfestival. Thematisch orientiert sind wir an den Herausforderungen im Bereich Umwelt- und Ressourcenschutz, aber wir nennen es auch ein konstruktives Filmfestival. Wir zeigen nämlich nur Filme, die auch Lösungen aufzeigen. Die heutigen Herausforderungen erscheinen oft riesig und zu komplex, aber es gibt tolle Dokumentationen von „Geschichten des Gelingens“. Das ist mehr unser Ding.
Begonnen haben wir 2012 im April. Seitdem hat sich einiges getan und wir gestalten nun schon die 4. Durchführung.

Winter

Ihr legt einen besonderen Fokus auf gesellschaftlich kritische Filme: Ist das Kino sonst aus deiner Sicht politisch genug?
Ich weiß gar nicht, ob ich es kritisch nennen möchte. Die Gesellschaft ist, wie sie ist, aber sie kann so nicht bleiben, ohne sehr unfair für Viele zu werden. Mein Favoritenzitat dazu ist von Kenneth E. Boulding: „Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum kann andauernd weitergehen in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“
Weil es ein Morgen gibt, sollten wir zumindest das Jetzt überdenken, denn es muss ja keine ökologische und menschliche Katastrophe werden, oder? Unser Lebensstil ist nicht nachhaltig für die Welt und erst recht nicht, wenn fairerweise alle Menschen soviel konsumieren möchten, wie wir es hier gerade tun.  Also lohnt ein Nachdenken, lohnen Gespräche und lohnen Filme über Alternativen.

Winter

Ob es genug politisches Kino gibt?
Das ist mir fast egal. Tatsache ist, dass viel politisches Informieren nicht erreicht hat, dass sich etwas Wesentliches ändert. Aber vielleicht muss Kino auch einfach nichts. Kino ist eigentlich Kunst und ich schreibe keinem vor, worüber und wie er oder sie künstlerisch aktiv sein will. Das Problem ist vielleicht nur, dass das Meiste, was im Kino und Fernsehen gesehen wird, nur noch der Ablenkung dient.

Neben Filmen bietet ihr auch sonst ein buntes Programm. Worauf können sich die Besuchenden sonst so freuen?
Vor allem können Sie sich vielleicht aufeinander freuen. Wir erwarten ein volles Freizeitheim mit Leuten, die sich konstruktiv interessieren, teilweise schon engagieren und alle neugierig sind.
Über 10 Gruppen und Initiativen stellen sich sich in einem Markt der Möglichkeiten vor, was sie machen und wie sie sich engagieren. Wir bieten auch noch über 10 Workshops in zwei Phasen an, ein ganzer Raum ist erstmals auch für Kinder da, wo sie Ideen wirklich bauen dürfen. Bei einem Mitbringfrühstück, mit dem wir den Tag beginnen, kann man sich auch ganz locker begegnen und wieder können wir gespannt sein, welche Ausklänge sich noch gestalten.

Im Sinne des diesjährigen Mottos wird sich einiges um Bewegung und Mobilität drehen, sodass wir zum Beispiel auch eine CriticallMass-Tour anbieten können. Der Ideengeber der internationalen SimPol-Bürger-Bewegung kommt zu Besuch und erklärt uns, was er sich vorstellt, damit wir darüber nachdenken und diskutieren können. Aber bei allem Programm ist mir und uns vor allem wichtig, dass es um die Menschen geht, mit denen wir zusammen beim Festival feiern. Das sind die Leute, mit denen wir einen Wandel schaffen. …oder eben nicht! Reden wir miteinander. Zumindest einen gemeinsamen Film kennen wir schon?

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Felix Kostrzewa ist Mitorganisator der Utopianale und leitet sonst den Wissenschaftsladen Hannover.

Unser Werkstattbericht beginnt um 13 Uhr im Freizeitheim Linden. Um 17.30 erklärt der Architekt Gerd Runge in einer Präsentation, welche Visionen er für das Ihme-Zentrum hat.

Januar 2016 – Deine Vision fürs Ihme-Zentrum

Das Ihme-Zentrum ist Hannovers größter Freiraum überhaupt. Tausende Quadratmeter stehen hier leer und warten nur darauf, bespielt zu werden. Dabei ist fast alles möglich: Kunst, Kultur, Sport, Soziales, nette Geschäfte, Bildung, Spielplätze, urbane Gärten. Wir haben im Rahmen der Produktion unserer Dokumentation „Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft“ Menschen aus der Stadt gefragt, was sie für eine Vision für das Ihme-Zentrum haben. Hier sind ein paar Beispiele.

Herbert Schmalstieg, ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover

 

Monika Stadtmüller, Vorsitzende des Seniorenbeirats Hannover

 

Jan-Philippe Lücke, Bewohner des Ihme-Zentrums und Künstler

 

Du hast auch eine Vision fürs Ihme-Zentrum? Am 27. Februar machen wir eine Zukunftswerkstatt zum Ihme-Zentrum und nachhaltiger Stadtentwicklung auf dem Utopianale Filmfestival im Freizeitheim Linden. Vorher zeigen wir erste Szenen aus unserer Dokumentation „Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft“ in einem  Pre-Screening. Tickets dafür gibt es hier auf unserer Crowdfunding-Seite. Kommt vorbei und macht mit! Die Zukunftswerkstatt wird auch für den Film dokumentiert.

Du interessierst dich für einen Rundgang durchs Ihme-Zentrum?

Advent 2015 – „Das Ihme-Zentrum wird zum Filmstar“

Die Poster zum Film "Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft"

Die Poster zum Film „Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft“

Die christliche Idee vom Advent beschreibt die Hoffnung auf einen guten Ausgang. Nach rund zwei Wochen Crowdfunding-Kampagne blicken wir als Team des Dokumentarfilmprojekts „Das Ihme-Zentrum – Traum Ruine Zukunft“ mit Euphorie und Dankbarkeit zurück. Wir haben (Stand 16.12.) mehr als 35 Prozent der anvisierten 8.000 Euro erreicht. Und das vor allem, weil wir ein unfassbar tolles Feedback bekommen haben. Und es sind noch mehr als 40 Tage über bis zum Ende der Kampagne. Aus dem Ihme-Zentrum sprechen uns viele Bewohnerinnen und Bewohner an. Die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ hat dankenswerter Weise mehrere Meldungen zur Kampagne veröffentlicht und sogar getitelt: „Das Ihme-Zentrum wird zum Filmstar“. Die zweite große hannoversche Tageszeitung „Neue Presse“ berichtete ebenfalls, genauso wie die Stadtteilzeitung „Hallo Linden“. Danke auch für all die Menschen, die das Projekt in den sozialen Medien unterstützen. Es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. 🙂

Und es gibt noch eine gute Nachricht: Das Team des hannoverschen Filmfestivals „Utopianale“ hat uns eingeladen, dass wir eine erste Version des Films am 27. Februar 2016 zeigen dürfen. Im Anschluss an das Pre-Screening machen wir einen Workshop mit allen Interessierten zu nachhaltiger Stadtentwicklung. Die Tickets werden wir als Dankeschön vor Weihnachten anbieten.

Gleichzeitig drehen wir weiter als Vorbereitung für den Film. So haben wir in den vergangenen Wochen Interviews geführt, unter anderem mit dem ehemaligen Bürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, engagierten Ihme-Zentrums-Fans wie Monika Stadtmüller (Seniorenbeirat Hannover) und natürlich Bewohnerinnen und Bewohnern des Ihme-Zentrums. Ein erstes Lied für den Soundtrack haben wir ebenfalls aufgenommen, und gerade sprechen wir mit weiteren Musikern, ob sie ein Lied für den Film geben möchten. Ein Film über Hannover sollte auch die Klänge und Melodien enthalten, die hier geboren werden.

Wir werden vor Weihnachten noch weitere Interviews drehen, mit Menschen aus dem Ihme-Zentrum sprechen, um Unterstützung bitten, immer wieder erklären, was wir vorhaben und immer hoffen, dass sich diese Arbeit lohnt, die wir da neben dem Job in unserer Freizeit machen. Dass wir aber ein gutes Team sind, haben wir bei unserem ersten gemeinsamen Mittagessen bei Pide, Döner und Falafel gemerkt. Und das ist für uns momentan wohl eines der wichtigsten Erkenntnisse: Egal, wie die Kampagne ausgeht, wir haben unfassbar viel gelernt: Über uns, über die Menschen in Hannover, darüber, wie wichtig es ist, sich nur an einen guten Ausgang zu erhoffen. Sondern jeden Tag dafür zu arbeiten, manchmal sogar zu kämpfen – sei es für für unsere Dokumentation oder für das Ihme-Zentrum insgesamt.

Danke allen, die uns bis auf diesem Weg begleiten. Wir wünschen euch eine entspannte Adventszeit! 🙂

Immer vorbeigegangen, aber niemals reingetraut? Wir bieten Rundgänge durchs Ihme-Zentrum