Ein neues Wahrzeichen für Hannover

Warum das Ihme-Zentrum eine Chance und keine Bauruine ist.

Tag: modern

Von der Ruine zum Hype – die Wiederentdeckung des Ihme-Zentrums

Rund 100.000 Quadratmeter Leerstand in bester Lage. Eine bewegte Geschichte, die an einen Krimi erinnert. Und ein Ruf, der nur wenig Hoffnung macht: Als Constantin Alexander im Sommer 2014 für ein wissenschaftliches Experiment ins Ihme-Zentrum zieht, lag der Brutalismus-Stadtteil am Rande von Hannovers Innenstadt am Boden. Ignoriert von der Politik und der Wirtschaft dominierte Hoffnungslosigkeit und negative Presse die Stimmung der meisten Bewohner.

Vier Jahre später sieht das Ganze anders aus: Mit einer Mischung aus Forschung und einer kreativen, inzwischen preisgekrönten Nachhaltigkeitskampagne von Constantin Alexander wurde aus der vermeintlichen Ruine ein Möglichkeitsraum und Ort für Innovationen: 

Immer häufiger ziehen junge Familien ein. Künstler und Kreative haben das Quartier entdeckt, und sogar die Stadtpolitik verspricht ein größeres Engagement.

Wie der Wandel gelungen ist und welche Lektionen sich daraus für ganz Hannover ziehen lassen, erläutert Initiator Constantin Alexander am Mittwoch, 13. Juni, im Gespräch mit Jan Egge Sedelies (Hannoversche Allgemeine Zeitung).

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. Der Eintritt ist kostenlos. Wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung per E-Mail notwendig unter mail(at)ihmezentrum.org.

Die Veranstaltung ist der Abschluss der #ihmezentrum2025 Reihe, bei der Innovationen im urbanen Raum erforscht wurden. Die Reihe wurde gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover.

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März 2017 – Bund gibt 2 Millionen für bessere Wege im Zentrum

Copyright: Gerd Runge

Bessere Wege durchs Zentrum – davon profitiert die ganze Stadt.

Das Bundesministerium für Bau hat das Ihme-Zentrum als ein „Nationales Projekte des Städtebaus“ anerkannt und fördert nun die Entwicklung des Quartiers. Wie die HAZ berichtet werden 2 Millionen Euro für eine bessere Durchwegung bereit gestellt und dabei explizit das Engagement der Bürger im Zentrum gewürdigt. „Die monumentale Großstruktur des Ihme-Zentrums gehört zu den Hinterlassenschaften des Städtebaus der 1960er- und 70er-Jahre“, so das Ministerium in der Pressemitteilung. „Die Erdgeschosszonen erhalten eine Durchwegung und damit eine Durchlässigkeit zum Fluss Ihme.“

„Das ist ein gutes Zeichen – für das Ihme-Zentrum, aber auch für die gesamte Stadt“, so der Vorstandsvorsitzender des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, Constantin Alexander. „Jetzt kommt es darauf an, dass der Großeigentümer Intown die Sanierung dieses Bereiches kurzfristig voranbringt und die Stadt das Thema Bürgerbeteiligung ernster nimmt und dabei mit den Bewohnern und dem Verein zusammenarbeitet.“ Sowohl die Verwaltung als auch die Ratsmehrheit haben gerade einen Antrag der Zukunftswerkstatt auf Förderung einer Bürgerbeteiligung beim Ihme-Zentrum abgelehnt. „Dass die Stadt den Antrag bei dem Bundesministerium gestellt hat, ist jedoch sehr positiv“, so Constantin Alexander. „Wenn nun die Bedürfnisse und Interessen der Menschen vor Ort beim Umbau der Durchwegung beachtet werden, dann profitiert ganz Hannover.“

Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum hat im vergangenen Jahr ein Konzept vorgestellt, wie das Ihme-Zentrum besser ins Umfeld integriert wird. Eine bessere Durchwegung ist dabei ein elementarer Aspekt.