Ein neues Wahrzeichen für Hannover

Warum das Ihme-Zentrum eine Chance und keine Bauruine ist.

Tag: jürgen oppermann

„Wiederbelebung des Ihme-Zentrums wird gefährdet“

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Ihme-Zentrums, liebe Eigentümerinnen und Eigentümer, liebe Stadt Hannover, liebe am Ihme-Zentrum Interessierte,
seit vielen Jahren ist der Sockelbereich des Ihme-Zentrums eine Ruine. Im vergangenen Jahr haben wir – eine Initiative aus Bewohnern, Architekten, Juristen und Stadtentwicklern – als erste lokale Gruppe eine Gewerbefläche im Sockel gekauft. Von unseren Flächen geht die erste Belebung des gewerblichen Bereichs seit vielen Jahren aus. Die Veranstaltungen unserer Mieterin, der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V., zogen bereits über 4.000 Besucher an. Sie bekamen einen Eindruck von den Möglichkeiten des Quartiers. Ein Image-Wandel für das ganze Viertel ist bereits spürbar.

Das gefällt offenbar nicht jedem: Beirat und Verwaltung versuchen die neue Nutzung zu verbieten. Sie glauben, die Gewerbeflächen dürften allein so genutzt werden wie 1971, weil das in der damaligen Teilungserklärung vereinbart sein soll. Damit würde zugleich eine neue, bessere Zukunft des Ihme-Zentrums unterbunden: Denn das Einkaufszentrum wurde schon vor 20 Jahren aufgegeben und wird in der früheren Form auch nie wieder entstehen. Zudem verunsichert die Klageandrohung gegen uns auch andere Gewerbeinteressenten für die leer stehenden Flächen. Sie müssen ebenfalls mit Repressalien rechnen, wenn ihre Ideen und Pläne von dem gescheiterten Einkaufszentrum abweichen.

Mit der Klageandrohung wird nicht nur die Wiederbelebung des Ihme-Zentrums gefährdet, sondern auch die Vernichtung unserer wirtschaftlichen Existenz in Kauf genommen. Deshalb hielten wir es für angemessen, uns mit unserer Erklärung vom 13. Januar 2018 an die Öffentlichkeit zu wenden. Von dieser Erklärung müssen und möchten wir nichts zurücknehmen, weil sie keine falschen Behauptungen enthält.

Die Zukunft wird zeigen, was diese Menschen und Institutionen tatsächlich unternehmen, um das Quartier voran zu bringen. Ob sie Vorschläge entwickeln, um die Situation und Perspektive des Ihme-Zentrums und das Leben der hier Wohnenden und Arbeitenden zu verbessern. Ob Sie Vorschläge und Konzepte anderer Eigentümer respektieren und sachlich diskutieren. Wir hoffen auf eine konstruktive Auseinandersetzung und nicht auf weitere Klageandrohungen und Repressalien gegenüber uns und anderen Beteiligten. Denn dies geht auf Kosten der Eigentümergemeinschaft und des Ihme-Zentrums insgesamt.

Wir lassen uns nicht beirren und werden unserer Mieterin die vertraglich vereinbarte Nutzung nicht verbieten: Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. wird weiter mit Vorträgen, Kulturveranstaltungen und Konzeptvorstellungen der Stadtöffentlichkeit die Entwicklungspotenziale des Ihme-Zentrums veranschaulichen.

Wenn Sie sich für Ideen und einen konstruktiven Austausch interessieren, besuchen Sie die Veranstaltung unserer Mieterin, der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. gerne am Sonntag, 4. Februar 2018, beim Tag der offenen Tür in den Räumen am Ihmeplatz 7e. Zwischen 15 und 17 Uhr kriegen Sie einen Kaffee und einen Einblick in die erfolgreiche Arbeit des Vereins.

Karin Menges, Helmut Drewes, Gerd Runge für die Ihmeplatz 7 e GmbH

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„Verwaltung und Beirat gefährden Eigentümer im Ihme-Zentrum“

Stellungnahme der Ihmeplatz 7e-GmbH vom 12. Januar 2018:

In dem Artikel in der HAZ vom 9. Januar 2018 „Noch mehr Zoff im Ihme-Zentrum“ ist von einem „mahnenden Brief“ seitens des Vorsitzenden der Verwaltungsbeiräte Jürgen Oppermann die Rede. Einen solchen Brief haben weder wir, noch der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. erhalten, so dass wir dazu keine Stellung nehmen können. Wir beschränken uns deshalb auf eine Gegendarstellung zu den inhaltlichen Aussagen des benannten Artikels:

Der Ihmeplatz 7e GmbH als Inhaberin, der vom Verein Zukunftswerkstatt e.V. angemieteten Räume, wurden seitens der Hausverwaltung zahlreiche Unterlagen, die zur Nachvollziehbarkeit der Hausgeldabrechnung erforderlich sind, ohne Angabe von Gründen monatelang vorenthalten. Das können wir detailliert durch umfangreichen Schriftverkehr nachweisen. Die Hausverwaltung hat nunmehr einen Großteil der notwendigen Unterlagen zugänglich gemacht. Ein Zahlungsrückstand der GmbH besteht nicht. Jürgen Oppermann hätte aus unserer Sicht als Beirat für die fristgerechte vollständige Übergabe der Unterlagen durch die Hausverwaltung an uns sowie die weiteren Eigentümer sorgen müssen, anstatt durch öffentliche Falschaussagen über unser Zahlungsverhalten unseren Ruf zu schädigen.

Die von Jürgen Oppermann erwähnte Klageandrohung seitens der Hausverwaltung zielt auf das Verbot, unsere Räume gemäß des bestehenden Mietvertrages mit der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. durch diesen nutzen zu lassen. In diesem Vertrag ist vereinbart:
„§ 2 Mietzweck: (1) Der Mieter ist berechtigt, während der Mietdauer i.S.d. §3 das Mietobjekt im Rahmen der in der Vereinssatzung festgelegten Zwecke (Satzungsauszug siehe Anlage 2) zu nutzen.

Zitat aus der dem Mietvertrag beiliegenden Satzung:
„Weiter plant der Verein die Anmietung und den Betrieb einer Informations- und Kommunikationswerkstatt als Treffpunkt für Interessierte, für die Durchführung von Themenveranstaltungen, als Ort für Ausstellungen und kleinere Kulturveranstaltungen.“

Dieser Mietertrag wurde zwischen dem Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. und der Voreigentümerin der Räume bereits im 2016 geschlossen, wobei diese beim Vertragsschluss durch die Cardea Hausverwaltung vertreten wurde. Genau dieselbe Hausverwaltung will jetzt den Mietvertrag nicht mehr kennen und die Nutzung gemäß des von ihr selbst (als Vertreterin) unterzeichneten Mietvertrages notfalls auf dem Klageweg unterbinden. Dies halten wir für einen Willkürakt nach „Gutsherrenmanier“. Den werden und können wir nicht hinnehmen, weil dies die positive Entwicklung des Ihme-Zentrums gefährdet und Beirat und Hausverwaltung zudem in Kauf nehmen, dass ein Eigentümer im Ihme-Zentrum existenziell bedroht wird.

Wir sind seit Langem die ersten Akteure im Gewerbebereich, die wieder neu in das Ihme-Zentrum gezogen sind. Wir haben investiert, Jobs geschaffen und zahlen Steuern. Die Hausverwaltung will offenbar alle neuen gewerblichen Nutzungen unterbinden, die von dem gescheiterten Einkaufszentrum aus den 70er-Jahren abweichen. Dieses Konzept ist für die Wiederbelebung des Ihme-Zentrums aussichtslos. Hausverwaltung und Beirat schaden dem Image des Ihme-Zentrums, weil Gewerbeinteressenten unkalkulierbare Nutzungsfestlegungen befürchten müssen.

Auf die übrigen Verdächtigungen und Unterstellungen zu unseren Zielen und Aktivitäten wollen wir nicht antworten. Es handelt sich um eine Privatmeinung von Jürgen Oppermann und steht in keinem Zusammenhang mit seiner Funktion als Verwaltungsbeirat. Denn Herr Oppermann hat kein verantwortliches Sprecheramt für das Ihme-Zentrum und seine Bewohner oder Eigentümer inne. Seine Aufgabe beschränkt sich auf die Kontrolle der Hausverwaltung.

Karin Menges, Helmut Drewes und Gerd Runge für die Ihmeplatz 7e GmbH

März 2016 – „Eine Entwicklung geht nur gemeinsam“

Copyright: Gerd Runge

So könnte das Ihme-Zentrum mit Linden zusammenwachsen. Idee und Grafik von Gerd Runge.

Am Mittwoch (9. März) veranstaltete der Bezirksrat Linden-Limmer zu einer Anhörung zum Thema Ihme-Zentrum. Eingeladen waren der Verwalter des Ihme-Zentrums, Torsten Jaskulski, der Vertreter der Wohnungseigentümer Jürgen Oppermann, die Architekten und Vertreter des Bund Deutscher Architekten Gerd Runge und Robert Marlow sowie Constantin Alexander, Bewohner des Ihme-Zentrums und Initiator der Aktion „Das Ihme-Zentrum – ein neues Wahrzeichen für Hannover“. Torsten Jaskulski präsentierte vor vollem Saal einen Zeitplan für die Umbaumaßnahmen im Ihme-Zentrum mit einem Konzept, das im wesentlichen aus Einzelhandel besteht. Demnach ist eine Eröffnung des neuen, dann umgestalteten Einkaufszentrum bis Ende 2018 geplant. Die ersten Bauanträge sollen im Juni 2016 gestellt werden.

Die Neuigkeit sorgte bei den Politikern und anwesenden Bewohnerinnen und Bewohnern des Ihme-Zentrums für Optimismus. Nach knapp zehn Jahren sind die Hoffnungen groß, dass es nun mit dem Großeigentümers Intown Invest endlich voran geht. Bereits in diesem Jahr soll der Weg am Ihmeufer umgebaut und modernisiert werden. die Stadt hat in Aussicht gestellt, dass der Weg an der Spinnereistraßenbrücke und an der Benno-Ohnesorg-Brücke am Schwarzen Bär mit dem weiteren Uferweg barrierefrei verbunden werden könnte, sodass man auf der Seite des Ufers kilometerweit spazieren gehen und Fahrradfahren kann. Es wäre ein erster wichtiger Schritt zur Integration des Ihme-Zentrums in seine Umgebung.

Mehrere Anwesende baten außerdem darum, die Interessen der Bewohner, der Stadt als größte Mieterin sowie der Zivilgesellschaft mit zu berücksichtigen, damit der Umbau ein voller Erfolg wird. „Nur gemeinsam können wir etwas erreichen“, betonte auch noch einmal Wohnungseigentümer-Vertreter Jürgen Oppermann. Dem schlossen sich alle Anwesenden an.