Ein neues Wahrzeichen für Hannover

Warum das Ihme-Zentrum eine Chance und keine Bauruine ist.

Tag: bollmann

Vortrag über Baustil des Ihme-Zentrums war ein großer Erfolg

Volles Haus, gute Stimmung, spannender Austausch: Rund 120 Menschen kamen am Sonntag (7. Januar) in die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, um den Vortrag über Brutalismus von Prof. Ekkehard Bollmann zu hören. Viele Bewohner, Architektur-Interessierte und auch prominente Hannoveraner kamen und hörten gespannt zu. Der Vortrag wurde gefilmt und wird demnächst veröffentlicht. 

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Der Vortrag fand im Rahmen der Reihe #ihmezentrum2025 statt: Dabei entwickeln Experten gemeinsam mit Bewohnern des Ihme-Zentrums und Interessierten Ideen und Konzepte für eine nachhaltige Revitalisierung des Quartiers. Nächste Termine:

10. Januar, 19 Uhr – „Motomachi – das Ihme-Zentrum von Hiroshima“

14. Januar, 15 Uhr – „Europas größte Baustelle: Vortrag mit Fotos über den Bau des Ihme-Zentrums“

Die Veranstaltungen finden im Nachbarschaftszentrum Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7e statt. Der Eintritt ist jeweils kostenlos.

Die Architektur des Ihme-Zentrums ist wieder in

Rohe Betonwände, gigantische Gebäudekomplexe, schlechter Ruf – die Architektur des Brutalismus’ wurde lange Jahre stigmatisiert und in ihrer Originalität und ihrer Bedeutung in Bezug auf das historische Erbe verkannt. Doch seit einigen Jahren erfreut sich der Baustil bei Architektur-, Design- und Kunstfans wieder größerer Aufmerksamkeit. Manch einer sagt dem Brutalismus sogar eine große Zukunft voraus, wie den Altbauten früher. Ausstellungen und Initiativen wie SOSBrutalism kämpfen für einen Erhalt dieser einmaligen Gebäude.

Auch Das Ihme-Zentrum in der Landeshauptstadt Hannover fasziniert heute deswegen immer mehr Menschen. Professor Ekkehard Bollmann, Architekt und Zeitzeuge, erklärt in einem Vortrag am 7. Januar um 16 Uhr, wie der Brutalismus in den wilden und ereignisreichen 1960er-Jahren entwickelt wurde, einer Zeit der gesellschaftlichen Utopien und Experimente, warum er für eine fortschrittliche Gesellschaft steht und wie es gelingt, aus geschmähten Betonklötzen die Leuchttürme zu machen, die sie sein könnten.

Zum Vortragenden:
Ekkehard Bollmann (*1935) arbeitete als Professor für Städtebau in den USA, Kanada und Deutschland. Als langjähriger Architekt schuf er u.a. das alte Kröpcke-Center in Hannover. Er ist Mitglied im Bund Deutscher Architekten Landesverband Niedersachsen, Deutscher Werkbund Nord, Freunde der Architektur dem Förderverein an der Leibniz Universität Hannover sowie in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. Veranstalter: Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, mit freundlicher Unterstützung des Bund Deutscher Architekten BDA, Bezirksgruppe Hannover.

Was: Vortrag über Brutalismus
Wann: 7. Januar, 16 Uhr
Wo: Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum am Ihmeplatz 7e, Eingang über Blumenauerstraße
Eintritt kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Mehr Infos zur Veranstaltung gibt es auch hier bei Facebook.

Oktober 2015 – Schandfleck oder Chance? Diskutier mit!

Foto: Historisches Museum Hannover

Foto: Historisches Museum Hannover

Ist das Ihme-Zentrum ein Schandfleck oder – wie ich finde – eine Chance für Hannover? Dazu veranstaltet das Historische Historischen Museum Hannover am Dienstag, 13. Oktober, um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion. Mit dabei sind der hannoversche Architekt und Stadtplaner Professor Ekkehard Bollmann, HAZ-Redakteur und Experte für Stadtentwicklung, Conrad von Meding, den ich bereits im Januar auf dem Blog interviewt habe, der Architekt Gerd Runge, der viel Erfahrung mit sozialen und nachhaltigen Transformationen von Stadtteilen hat, sowie die Ihme-Zentrums-Bewohnerin und Künstlerin Margitta Abels. Auch ich werde auf dem Podium sitzen und das Experiment Ihme-Zentrum vorstellen.

Hier gibt es alle Infos zu der Veranstaltung.