Ein neues Wahrzeichen für Hannover

Warum das Ihme-Zentrum eine Chance und keine Bauruine ist.

Tag: architektur

Ayse Hogefeld übernimmt ihmezentrum.org

Nach vier Jahren gibt Constantin Alexander die Betreuung der Seiten Ihmezentrum.org sowie die Social-Media-Kanäle bei Facebook, Instagram und Twitter an Ayse Hogefeld ab. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben“, so Hogefeld, die den Fokus der Seiten in den kommenden Monaten neu ausrichten möchte. „Vielleicht machen wir auch einen kompletten Relaunch. Es gibt auf jeden Fall genug zu tun.“

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Das Ihme-Zentrum als Forschungsprojekt

Mehrere Jahre forschte Nachhaltigkeitsexperte Constantin Alexander, wie eine Revitalisierung des Ihme-Zentrums aussehen könnte. In seinem Vortrag „Die nachhaltige Disruption“ erklärt er beim Science Slam im Übel & Gefährlich (Hamburg), wie er vorgegangen ist.

Die Doku „Traum Ruine Zukunft“ über dieses Projekt sucht momentan UnterstützerInnen!
Um Untertitel des Films in andere Sprachen zu übersetzen, gibt es hier ein Crowdfunding.

Hier gibt es mehr Infos zu #ihmezentrum2025:
Bei dem von Constantin kuratierten Projekt wurden gemeinsam mit Bewohnenden des Quartiers
und Expertinnen und Experten Konzepte entwickelt, wie der Wandel gelingt.

 

Das Ihme-Zentrum als nachhaltige und kreative Sonderwirtschaftszone

Solarzellen auf dem Dach, Indoor-Farmen im ehemaligen Einkaufszentrum und eine moderne, einladende Fassade – Studierende der Leibniz Universität Hannover haben gemeinsam mit dem Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum Konzepte für einen nachhaltigen und kreativen Umbau des Quartiers entwickelt. Das Projekt ist der Abschluss der #ihmezentrum2025-Reihe, bei der Innovationen für das Quartier entwickelt wurden.

Wie gelingt der Umbau von Hannovers umstrittensten Quartier in ein neues Wahrzeichen? Ein halbes Jahr lang haben Bewohner, Forscher und Studierende Ideen entwickelt, um das Ihme-Zentrum neu zu beleben. Am Freitag nun wurden die Arbeiten der Studierenden der Leibniz Universität im Nachbarschaftszentrum Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum vorgestellt und prämiert. Gewonnen haben Fion Quantz & Moritz Rücker („Potentiale Tragwerk“), Maiwenn Guillouet („Produktive Stadt, Urban Farming“), Anh Pham Phuong & Christina Trentou („Weniger Energie“), Laura Kettler & Rebekka Siebert („Verbindungen) sowie Lu Zhang & Nikola Bisevac („Umnutzung Stadtwerke Turm“).

„Im Ihme-Zentrum liegt die Zukunft für eine neue Stadtqualität“, erklärt Architekt Michael Vogt, der das Seminar geleitet hat. Besonders der Umbau des Quartier in Bezug auf Nachhaltigkeit hatte einen besonderen Fokus: „Die Idee des Urban Farmings in den Brachen der Sockelgeschossen bietet die Chance auf einen Wandel zum Aushängeschild Hannovers. Lokale Lebensmittelherstellung und direkte Vermarktung ist eine Möglichkeit, Stoffkreisläufe ökologischer und ökonomischer zu gestalten und gleichzeitig Mikroklima und Aufenthaltsqualität zu verbessern.“

Neben Vogt betreuten Prof. Hilde Leon, Prof. Zvonko Turkali, Prof. Margitta Buchert, Prof. Andreas Quednau, Prof. Dirk Bohne, Prof. Alexander Furche, Prof. Mirco Becker, Prof. Barbara Zibell sowie Prof. Michael Schumacher die Studierenden. Ein Semester lang beschäftigen sich die Studierenden des Instituts Entwerfen und Konstruieren unter Unterstützung ihrer Lehrenden, aber auch mithilfe von Stakeholdern aus dem Quartier mit innovativen Ideen, wie aus dem umstrittenen Ihme-Zentrum ein Leuchtturm werden kann.

Im Rahmen der Reihe #ihmezentrum2025 wurden konkrete Ansätze gesammelt, wie das Stadtviertel landwirtschaftlich genutzt werden könnte, wie der weitestgehend leer stehende Sockelbereich zu einem produktiven Stadtlabor verwandelt werden könnte, wie es zu einem Plus-Energie-Quartier werden könnte und wie dort ein Mobilitäts-Hub entstehen könnte.

„Die Krise des Sockelbereichs im Ihme-Zentrum ist im Grunde genommen eine große Chance“, erklärt Gerd Runge, Architekt und Vorstandsmitglied der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. „Durch die Zusammenarbeit mit der Uni entstanden realistische Entwicklungsansätze und tolle Konzepte, die weit über das hinaus gehen, was bislang offiziell für das Quartier vorgestellt wurde.“

So sei vor allem im Bereich der energetischen Sanierung und für die Neunutzung der rund 100.000 leer stehenden Quadratmeter konkrete Ideen entstanden, um das Ihme-Zentrum mit seinem Umfeld zusammen wachsen zu lassen.

„In der Reihe #ihmezentrum2025 haben wir gemeinsam mit Bewohnenden des Ihme-Zentrums, Wissenschaftlern und Interessierten untersucht, wie das Quartier ein Leuchtturm werden kann“, so Constantin Alexander, neben Gerd Runge einer der Kuratoren der Reihe, die vom Innovationsfonds der Landeshauptstadt Hannover gefördert wurde.

Weitere Partner waren neben der Leibniz Universität u.a. die Leuphana Universität Lüneburg, h1, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Verein zur Förderung der Baukunst und Hannover Voids.

„Wenn Hannover 2025 Europäische Kulturhauptstadt ist sollen die Besuchenden zum Ihme-Zentrum kommen und sich anschauen, wie aus einer Ruine ein neues Wahrzeichen geworden ist.“ Im Kern stünde dabei die Idee, aus dem Quartier eine Sonderwirtschaftszone zu machen. „Das Ihme-Zentrum bietet sich als Labor an, um hier neue Ansätze einer nachhaltigen und kreativen Stadtentwicklung auszuprobieren“, so Alexander.

Bei Interesse können die Broschüren gegen 5 Euro Schutzgebühr via E-Mail an zukunft(at)ihmezentrm(.)info bestellt werden.

Gefördert wurde #ihmezentrum2025 aus dem Innovationsfonds der Landeshauptstadt Hannover. Mehr Informationen zur Reihe gibt es unter www.ihmezentrum2025.de.

 

Der schlafende Riese wacht langsam auf

Von der Ruine zum Hype – die Wiederentdeckung des Ihme-Zentrums

Rund 100.000 Quadratmeter Leerstand in bester Lage. Eine bewegte Geschichte, die an einen Krimi erinnert. Und ein Ruf, der nur wenig Hoffnung macht: Als Constantin Alexander im Sommer 2014 für ein wissenschaftliches Experiment ins Ihme-Zentrum zieht, lag der Brutalismus-Stadtteil am Rande von Hannovers Innenstadt am Boden. Ignoriert von der Politik und der Wirtschaft dominierte Hoffnungslosigkeit und negative Presse die Stimmung der meisten Bewohner.

Vier Jahre später sieht das Ganze anders aus: Mit einer Mischung aus Forschung und einer kreativen, inzwischen preisgekrönten Nachhaltigkeitskampagne von Constantin Alexander wurde aus der vermeintlichen Ruine ein Möglichkeitsraum und Ort für Innovationen: 

Immer häufiger ziehen junge Familien ein. Künstler und Kreative haben das Quartier entdeckt, und sogar die Stadtpolitik verspricht ein größeres Engagement.

Wie der Wandel gelungen ist und welche Lektionen sich daraus für ganz Hannover ziehen lassen, erläutert Initiator Constantin Alexander am Mittwoch, 13. Juni, im Gespräch mit Jan Egge Sedelies (Hannoversche Allgemeine Zeitung).

Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. Der Eintritt ist kostenlos. Wegen begrenzter Plätze ist eine Anmeldung per E-Mail notwendig unter mail(at)ihmezentrum.org.

Die Veranstaltung ist der Abschluss der #ihmezentrum2025 Reihe, bei der Innovationen im urbanen Raum erforscht wurden. Die Reihe wurde gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover.

Das Ihme-Zentrum als Ort für Architektur und Innovation

6 Architekturvisionen in jeweils 5 Minuten – das ist das Konzept der ver1meierei deskrehtiv Netzwerks Hannover. Am 15. Mai gibt es eine Spezialausgabe des Formats zum Thema Architektur im Ihme-Zentrum.

Auf der Bühne werden folgende Akteure ihre Ideen vorstellen:

Hannover VOIDS

Urlaubsarchitektur

Raumwärts

bieker AG

Laser Scanning Architecture

Yamato Living Ramps

Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung per E-Mail ist jedoch notwendig bis zum 13. Mai unter info(at)kre-h-tiv.net. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe #ihmezentrum2025 statt, die vom Innovationsfonds Landeshauptstadt Hannover gefördert wird. Veranstalterin ist das kreHtiv Netzwerk.

Was: Ver1meierei Architektur
Wann: 15. Mai, 18.30 Uhr
Wie viel: Eintritt frei
Wo: Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, Ihmeplatz 7e, 30449 Hannover

Forschung zum Ihme-Zentrum ausgezeichnet

Foto: Sabina Rilling

Constantin Alexander wurde am Mittwoch in Wiesbaden für seine Forschung zum Ihme-Zentrum ausgezeichnet. Beim sogenannten Future Slam im nahezu ausverkauften Hessischen Landesmuseum gewann er mit dem Vortrag „Die nachhaltige Disruption“ den ersten Platz. Das Event mit dem Titel „Bilder der Zukunft“ war der Auftakt der See Conference zur Visualisierung von Informationen.

Mit dem Ihme-Zentrum und weiteren Riesen auf Augenhöhe

Warum sind Großbauten wie das Ihme-Zentrum so faszinierend? Die Architekturexpertinnen und Wissenschaftlerinnen Alexandra Apfelbaum und Yasemin Utku Großbauten haben mit ihrem Projekt „Mit den Riesen auf Augenhöhe“ Großkomplexe der 1960er und 1970er Jahre in Deutschland analysiert und portraitiert. Am 4. April kommen sie mit einem Fotovortrag in die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum.

Viele dieser Gebäude stehen seit Jahren in der Diskussion, zum Teil waren oder sind sie sogar vom Abriss bedroht. Diese Bauten prägen noch heute die Stadtstruktur vieler Städte und stehen für eine euphorische Phase in Stadtplanung und Bauwesen.

In einem Vortrag zeigen Apfelbaum und Utku die Qualitäten dieser Gebäude und wie sich deren Wahrnehmung wandelt. So wie bei Das Ihme-Zentrum in der Landeshauptstadt Hannover.

Als Einführung sprechen Prof. Ekkehard Bollmann (BDA Niedersachsen -Bund Deutscher Architekten Landesverband Niedersachsen-) und Prof. Wilhelm Meyer Grußworte.

4. April: „Mit den Riesen auf Augenhöhe“
19 bis ca. 22 Uhr, Eintritt frei
Vortrag der Architektinnen Alexandra Apfelbaum und Yasemin Utku über Großwohnsiedlungen wie das Ihme-Zentrum

Die Veranstaltung findet im Rahmen von #ihmezentrum2025 statt. Die Reihe beschäftigt sich mit Zukunftsszenarien für das umstrittenste Quartier Hannovers und wird gefördert vom Innovationsfonds des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover. Weitere Partner bei dieser Veranstaltung sind der Verein zur Förderung der Baukunst und der Bürgersender h1.

Hier die zugehörige Event-Seite bei Facebook

„Eine nachhaltige Transformation des Ihme-Zentrums ist möglich“

Wie gelingt eine nachhaltige und kreative Transformation des Ihme-Zentrums: Henrike Aue hat das in ihrer Uni-Abschlussarbeit untersucht und eindeutige Ergebnisse gefunden: Es ist möglich, das Quartier positiv zu entwickeln. Welche Ansätze es gibt und wie der Wandel gelingen könnte erklärt sie im Interview.

Du hast deine Abschlussarbeit über das Ihme-Zentrum geschrieben. Was genau hast du untersucht?
Ich habe untersucht, inwieweit sich der Ansatz der nachhaltigen Stadtquartiersentwicklung auf den multifunktionalen Gebäudekomplex Ihme-Zentrum anwenden lässt und inwiefern dadurch eine nachhaltige Transformation und Revitalisierung des Ihme-Zentrums möglich ist.
Im Zuge der Arbeit habe ich Experteninterviews mit betroffenen Akteuren geführt, um einen multiperspektivischen Einblick in die Stärken und Schwächen des Ihme-Zentrums und die Chancen und Risiken hinsichtlich einer nachhaltigen Revitalisierung zu erlangen. Mein Ziel war es, mögliche Handlungsoptionen herauszuarbeiten und dabei auch bestehende Konzepte und Ideen zu analysieren.

Wie groß ist aus deiner Sicht das Potenzial für eine nachhaltige Transformation des Ihme-Zentrums?
Meiner Meinung nach und auch ausgehend von meinen Expertenbefragungen ist eine nachhaltige Transformation des Ihme-Zentrums auf jeden Fall möglich. Das Potenzial dafür ergibt sich vor allem aus den Stärken des Gebäudekomplexes: die zentrale Lage, die Zufriedenheit der Bewohner, die Barrierefreiheit im gesamten Gebäude, die Lage im Grünen direkt an der Ihme, die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Angesichts des in Hannover herrschenden Wohnungs- und Büromangels glaube ich, dass das Ihme-Zentrum eine sinnvolle Option darstellt, um diesem Mangel entgegenzuwirken. Ich denke, weitere Chancen sind die Kombination der verschiedenen Daseinsgrundfunktionen an einem Ort und die dadurch entstehenden kurzen Wege, wodurch eine höhere Lebensqualität geschaffen werden kann. Momentan stellt das Ihme-Zentrum ein stark diskutiertes Thema in Hannover dar, um das sich viele verschiedene Akteure Gedanken machen. Diese Diskussion bringt viele Menschen zusammen, die gemeinsam versuchen, Lösungen zu erarbeiten.

Wie ist denn aus deiner Sicht die Einschätzung des Ihme-Zentrums bei den Menschen?
Das Ihme-Zentrum bietet durch die vielen ungenutzten Bereiche sehr viel Raum für die unterschiedlichsten Nutzungen. Es strahlt Faszination aus, vor allem bei Kulturschaffenden. Deswegen bin ich mir sicher, dass diese Stärken eine Vielzahl an Chancen eröffnen, das Ihme-Zentrum nachhaltig zu transformieren.

Hast du persönlich eine Vision von einem nachhaltigen und kreativen Ihme-Zentrum im Jahr 2025?
Mein Bild von einem nachhaltigen und kreativen Ihme-Zentrum im Jahr 2025 beruht vor allem darauf, dass das Ihme-Zentrum innerhalb der Bevölkerung von Hannover wieder ein positives Image bekommt. Es soll für viele verschiedene Menschen, vor allem für die Bewohner des Stadtteils eine Anlaufstelle für die unterschiedlichsten Nutzungen werden. Das Sockelgeschoss kann viele verschiedene kulturelle Angebote beherbergen, wie zum Beispiel Veranstaltungsräume, Räume für Start-up-Unternehmen, Ateliers, Galerien, Proberäume, Vereinsräume, Bildungseinrichtungen und vieles mehr. Ich denke auch, dass lokale Geschäfte im Erdgeschoss und nicht wie damals im 1.OG, angesiedelt werden sollten.
Außerdem würde ich mich freuen, wenn der Fluss Ihme noch weiter miteinbezogen wird. Es könnten weitere Freizeitangebote entlang des Flusses entstehen, wie beispielsweise ein Fahrradweg auf der Seite des Ihme-Zentrums. Eine weitere Idee von mir ist eine Aussichtsplattform auf dem Ihme-Zentrum, soweit dieses umsetzbar wäre. Ich glaube, so könnte die Akzeptanz des Gebäudekomplexes in Hannover gesteigert werden. Am wichtigsten ist jedoch meiner Meinung nach, dass eine nachhaltige Transformation die Interessen von allen Betroffenen, vor allem der Bewohner des Ihme-Zentrums berücksichtigt. Das Ihme-Zentrum bietet unglaublich viel Raum, der in jedem Fall in der Zukunft genutzt werden sollte, da sich so viele neue Chancen ergeben können.

Henrike Aue kommt aus der Region Hannover und studiert in Göttingen Französisch und Geographie auf Lehramt für das Gymnasium.
Ihre Bachelorarbeit hat sie über das Ihme-Zentrum in Hannover geschrieben.

Dieses Interview wurde im Rahmen der Netzwerk-Recherche-Projektförderung Grow geführt. In dem Projekt wird erforscht,
wie das Ihme-Zentrum zu einem Leuchtturm nachhaltiger Entwicklung werden kann.
Die Ergebnisse werden am 12. März beim US-Festival SXSW, auf der Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz am 29./30. Juni 2018 beim NDR in Hamburg
und bei der Veranstaltungsreihe #ihmezentrum2025 im Sommer 2018 vorgestellt.

„Wiederbelebung des Ihme-Zentrums wird gefährdet“

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Ihme-Zentrums, liebe Eigentümerinnen und Eigentümer, liebe Stadt Hannover, liebe am Ihme-Zentrum Interessierte,
seit vielen Jahren ist der Sockelbereich des Ihme-Zentrums eine Ruine. Im vergangenen Jahr haben wir – eine Initiative aus Bewohnern, Architekten, Juristen und Stadtentwicklern – als erste lokale Gruppe eine Gewerbefläche im Sockel gekauft. Von unseren Flächen geht die erste Belebung des gewerblichen Bereichs seit vielen Jahren aus. Die Veranstaltungen unserer Mieterin, der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V., zogen bereits über 4.000 Besucher an. Sie bekamen einen Eindruck von den Möglichkeiten des Quartiers. Ein Image-Wandel für das ganze Viertel ist bereits spürbar.

Das gefällt offenbar nicht jedem: Beirat und Verwaltung versuchen die neue Nutzung zu verbieten. Sie glauben, die Gewerbeflächen dürften allein so genutzt werden wie 1971, weil das in der damaligen Teilungserklärung vereinbart sein soll. Damit würde zugleich eine neue, bessere Zukunft des Ihme-Zentrums unterbunden: Denn das Einkaufszentrum wurde schon vor 20 Jahren aufgegeben und wird in der früheren Form auch nie wieder entstehen. Zudem verunsichert die Klageandrohung gegen uns auch andere Gewerbeinteressenten für die leer stehenden Flächen. Sie müssen ebenfalls mit Repressalien rechnen, wenn ihre Ideen und Pläne von dem gescheiterten Einkaufszentrum abweichen.

Mit der Klageandrohung wird nicht nur die Wiederbelebung des Ihme-Zentrums gefährdet, sondern auch die Vernichtung unserer wirtschaftlichen Existenz in Kauf genommen. Deshalb hielten wir es für angemessen, uns mit unserer Erklärung vom 13. Januar 2018 an die Öffentlichkeit zu wenden. Von dieser Erklärung müssen und möchten wir nichts zurücknehmen, weil sie keine falschen Behauptungen enthält.

Die Zukunft wird zeigen, was diese Menschen und Institutionen tatsächlich unternehmen, um das Quartier voran zu bringen. Ob sie Vorschläge entwickeln, um die Situation und Perspektive des Ihme-Zentrums und das Leben der hier Wohnenden und Arbeitenden zu verbessern. Ob Sie Vorschläge und Konzepte anderer Eigentümer respektieren und sachlich diskutieren. Wir hoffen auf eine konstruktive Auseinandersetzung und nicht auf weitere Klageandrohungen und Repressalien gegenüber uns und anderen Beteiligten. Denn dies geht auf Kosten der Eigentümergemeinschaft und des Ihme-Zentrums insgesamt.

Wir lassen uns nicht beirren und werden unserer Mieterin die vertraglich vereinbarte Nutzung nicht verbieten: Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. wird weiter mit Vorträgen, Kulturveranstaltungen und Konzeptvorstellungen der Stadtöffentlichkeit die Entwicklungspotenziale des Ihme-Zentrums veranschaulichen.

Wenn Sie sich für Ideen und einen konstruktiven Austausch interessieren, besuchen Sie die Veranstaltung unserer Mieterin, der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. gerne am Sonntag, 4. Februar 2018, beim Tag der offenen Tür in den Räumen am Ihmeplatz 7e. Zwischen 15 und 17 Uhr kriegen Sie einen Kaffee und einen Einblick in die erfolgreiche Arbeit des Vereins.

Karin Menges, Helmut Drewes, Gerd Runge für die Ihmeplatz 7 e GmbH