Ein mobiles Café für das Ihme-Zentrum?

von Experiment Ihme-Zentrum

Erfolgreich durch Austausch – mit einem mobilen Café wurde in der japanischen Version des Ihme-Zentrums die Lebensqualität erheblich gesteigert.
Bewohner wurden an zentralen Plätzen besucht, um eine gemeinsame Teezeit zu machen.
Bei einem Vortrag in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum präsentierte Designerin Azusa Sumioka das Projekt.
Anwesende Bewohner im Ihme-Zentrum zeigten sich sehr interessiert an der Idee.

Ein mobiles Café, mit dem man Bewohner in einem Stadtteil mit großen Herausforderungen besucht – die Idee des Teams um Azusa Sumioka war eigentlich recht simpel und sofort erfolgreich. „Besonders für Senioren war es eine schöne Gelegenheit, mal wieder miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärte Sumioka am 10. Januar bei ihrem Vortrag in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. „Die Bewohner haben viele alte Geschichten über das Quartier erzählt.“ Zum Beispiel habe es vor Jahren einen ganz belebten Platz in der Mitte des Quartiers gegeben – wie ein Marktplatz, so die Designerin, die derzeit an der Hochschule Hannover weilt. Inzwischen gebe es viele weitere Projekte in dem Stadtteil, die die Lebensqualität erhöhten und das lange vernachlässigte Viertel wieder belebten.

Für viele der rund 50 Anwesenden schien so ein Platz und die Herausforderungen von Motomachi wie eine japanische Kopie des Ihme-Zentrums zu sein. Azusa Sumioka musste nach ihrem Vortrag noch zahlreiche Fragen beantworten. Viele anwesende Bewohner waren sofort begeistert von der Idee, mit einem mobilen Café durch das Ihme-Zentrum zu ziehen und bei einem Tee oder Kaffee mit anderen Bewohnern ins Gespräch zu kommen. So auch Manfred Hinz, Bewohner im Ihme-Zentrum, der sich sehr über den Vortrag freute. „Ein paar Ideen kann man vielleicht doch mitnehmen und umsetzen.“ Auch wenn die Voraussetzungen im Ihme-Zentrum in mancher Hinsicht anders seien als in Motomachi: Die öffentlichen Flächen des japanischen Quartiers befänden sich in kommunaler Hand.

Jürgen Lübbert, Architekt und Organisator des Vortrags schloss mit einem konstruktiven Ende: „Durch kreative Massnahmen kann man vor Ort das Interesse wecken und Dinge in Gang bringen.“

Foto: Manfred Hinz

Mehr Infos zur Veranstaltung hier.

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe #ihmezentrum2025 statt. In dieser Event-Reihe beschäftien sich Bewohner, Experten, Forscher und weitere Interessierte mit Ideen und Konzepten für Entwicklungsansätze im Ihme-Zentrum. Der nächste Termin ist am 14. Januar, 15 Uhr: „Europas größte Baustelle – die Anfangsphase des Ihme-Zentrums“. #ihmezentrum2025 wird u.a. unterstützt durch den Innovationsfonds der Landeshauptstadt Hannover.

Advertisements