Oktober 2017 – Eine Plattform für einen konstruktiven Austausch

von Experiment Ihme-Zentrum

Ab dem 4. Oktober bietet der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum einmal im Monat mit der PlanBox eine Sprechstunde an. Im Interview erklärt Michael Römer, was er mit seiner Gruppe vor hat.

Was ist die PlanBox? Was habt ihr vor?


Ein wichtiger Bestandteil der Stadtentwicklung ist Partizipation und Teilhabe. Dafür möchten wir eine Möglichkeit bieten. Wir sprechen über die aktuellen Plänen des Großeigentümers Intown und erklären allen Interessierten, was sich daraus ableiten lässt für den möglichen Umbau des Quartiers.
Die PlanBox ist aus der Arbeitsgruppe Planung des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum entstanden. Wir sind Fachleute aus den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Stadtforschung und Wohnungswirtschaft und treffen uns hier, um die Strategien und Planungen für die Neu- und Umnutzungen im Ihme Zentrum zu hinterfragen. In der PlanBox stehen wir für Fragen der Bewohnerinnen und Bewohner zur Entwicklung des Ihme-Zentrums zur Verfügung. Wir engagieren uns ehrenamtlich, weil wir endlich eine positive Entwicklung im Ihme-Zentrum anstoßen wollen.

Das heißt, wenn ich Fragen habe, kann ich einfach bei euch vorbeikommen?
Ja. Es geht außerdem auch darum, dass wir wissen wollen, was die Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums brauchen für eine Verbesserung ihrer Situation. Das sammeln wir und geben das dann an Intown oder entsprechende Stellen weiter.

Die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner des Ihme-Zentrums wurden bei den Planungen bislang eher wenig beachtet. Ist das ein Fehler?


Davon sind wir überzeugt. Hier leben ja mehrere tausend Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Eigentümer wurden formal in den Eigentümerversammlungen informiert. Die Mieter konnten von den Vorhaben nur aus den Medien erfahren. Den Mietern wollen wir Informationen ermöglichen und die Eigentümer zur Diskussion einladen.
Wir möchten auch herausfinden, was die Menschen hier brauchen, was ihnen wichtig ist, ihre Sorgen und Bedenken aufnehmen. Übrigens auch von den Menschen, die im Umfeld leben und arbeiten. Es gibt ja sehr viele Menschen, die interessiert, was im Ihme-Zentrum passiert und wohin es sich entwickelt.


Ist so ein Ansatz ungewöhnlich?
Nicht unbedingt. Es gibt in Hannover eine lange Tradition von Runden Tischen bei Projekten der Stadtentwicklung. Seit Jahrzehnten wurde in Hannover auf die Beteiligung der Bürger und Betroffenen immer besonders großen Wert gelegt und auch erfolgreich durchgeführt. Vor allem haben davon die Betroffenen in den Erneuerungsgebieten profitiert. In dieser Tradition sehe ich auch den Verein. Das ist ja auch etwas, was wir uns für das Ihme-Zentrum wünschen und unterstützen: Transparenz der Entscheidungen für die Eigentümer, Bewohner, Nutzer des Zentrums und der Stadt herzustellen.

Wie gehst du mit möglicher Kritik um?
Wir sprechen nicht für bestimmte Interessengruppen, sondern wollen zwischen den Interessen vermitteln und Anregungen geben. Wir verstehen uns als Plattform für einen konstruktiven Diskurs über den Wandel des Ihme Zentrums.

Die PlanBox findet ab dem 4. Oktober monatlich im Nachbarschaftszentrum Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E statt. Die Termine sind:
4. Oktober – 17 Uhr
1. November – 17 Uhr
6. Dezember – 17 Uhr

Bei Fragen:

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