September 2017 – Ein ökumenischer Gottesdienst im Ihme-Zentrum

von Experiment Ihme-Zentrum

Am 1. Oktober wird zum ersten Mal ein ökumenischer Gottesdienst im Ihme-Zentrum gefeiert: Zum Erntedank lädt die Gruppe STADTLANDFLUSS in die Zukunftswerkstatt.

Im Interview erklärt Daniel Konnemann, der die Liturgie mit Theologin Maria Herrmann organisiert, warum sich das Ihme-Zentrum für einen Erntedankgottesdienst eignet,
wie der positive Wandel in dem Stadtteil gestärkt werden kann und warum der Ort so viel Potenzial hat.

Das Ihme-Zentrum ist ein Symbol für viele Dinge, die schief gehen können. Wie siehst du das Quartier?
Sicher ist das Ihme-Zentrum auch ein Symbol für zerplatzte Träume, verplante Wolkenschlösser und gescheiterte Utopien. Und man sieht sehr deutlich, was das bedeutet: Rostige, nasse und dunkle Ruinen, leere Höhlen, die einem Angst machen können. Und gleichzeitig höre ich von denen, die dort wohnen und sich engagieren, wie gern sie dort sind und nicht woanders sein möchten! Das Ihme-Zentrum ist für mich ein Riesenbrocken in genau diesem Spannungsfeld – ein biblischer „Stein des Anstoßes“ und ein Ort voller Potenzial. Genau das war und ist auch der Auslöser für unser Vorhaben.

Ihr macht am Sonntag zum ersten Mal einen ökumenischen Gottesdienst in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. Was habt ihr genau vor?
Wir planen, den Gedanken von „Erntedank“ ins Ihme-Zentrum zu übertragen und im wörtlichen Sinn zu „begehen“. Wir starten in der Zukunftswerkstatt und hören dort den Text einer Zukunftsvision. Und wir wollen uns dann Zeit lassen, das Ihme-Zentrum damit zu durchwandern: Es gibt verschiedene kleine Stationen mit einem Impuls oder einer Fragestellung, einer Verbindung zum Ort und meist einer Möglichkeit, auch etwas zu tun oder mitzunehmen.

Hast du eine positive Vision vom Ihme-Zentrum 2025?
Ja! Ich verfolge die Veröffentlichungen. Und ich meine, da geht was mit diesem Ort. Eine konkrete eigene Vision habe ich nicht, aber ich glaube und bin überzeugt, dass es ausreichend Menschen gibt, die sich für eine gemeinsame Vision für diesen Ort begeistern lassen. Und das ist bereits Teil einer Vision: keiner allein. Und ich glaube, dass so ein Ort wie das Ihme-Zentrum besonders deutlich machen können, dass unsere konkrete und gemeinsame Zukunft beides ist: Geschenk und Arbeit. Dort liegt der Reichtum und der wahre Schatz.

Der ökumenische Gottesdienst ist am Sonntag, 1. Oktober, um 17 Uhr in der Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E.

Mehr Infos zum Veranstalter Kirchehoch2

Interview: Aktionsgruppe Das Ihme-Zentrum – ein neues Wahrzeichen für Hannover

Advertisements