Dezember 2016 – Weihnachtsmarkt im Ihme-Zentrum

von Experiment Ihme-Zentrum

Weihnachtsmarkt im Ihme-Zentrum

Am 17. und 18. Dezember organisiert die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum gemeinsam mit weiteren Partnern zum ersten Mal überhaupt einen Weihnachtsmarkt im Ihme-Zentrum. Was genau Besucher erwartet, erklärt Mit-Organisator und Mitglied im Vorstand der Zukunftswerkstatt, Jan-Philippe Lücke.

Was genau habt ihr vor?
Wir wollen dieses Jahr einen Weihnachtsmarkt im Ihme-Zentrum organisieren. Anfangs war es bloß eine fixe Idee unter Freunden, doch schnell stießen Initiativen wie Kultur des Wandels und der Verein Transition Town dazu, die freundlicherweise ihren Palettengarten als Austragungsort zur Verfügung stellten. So sind wir jetzt aus dem Nichts zu einem ansehnlichen, zweitägigen Programm angewachsen, mit den Schwerpunkten vegane Ernährung, Kunst aus dem Stadtteil und dem Ihme-Zentrum selbst, welches an den beiden Tagen wieder mit Linden zusammenwachsen und das Quartier im wahrsten Wortsinn in einem ganz anderen Licht erstrahlen lassen soll.

So sieht der Weihnachtsmarkt aus

Wie kann man sich einbringen? Kann man auftreten? (Wo meldet man sich?)
Als (bildender) Künstler hat man die Möglichkeit, Standflächen in unserer Pop Up-Galerie zu mieten. Diese wird als wettergeschützter Raum über den Weihnachtsmarkt zugänglich sein und kann je nach Bedarf des Künstlers ausgeleuchtet werden. Als Bildhauer mit unempfindlicheren Werken ist auch ein Ausstellen auf der übrigen Weihnachtsmarktfläche möglich.
Für unsere Kinder-Tour ins Ihme-Zentrum und für die allgemeinen Szenen im Weihnachtsmarktgetümmel suchen wir auch noch spiel- und verkleidungsfreudige Mitstreiter, die Spaß daran haben, zum Gelingen einer solchen Aktion beizutragen. Die Künstlerin Mansha Friedrich wird mit Kindern und allen Interessierten eine Stellwand gestalten und sucht dafür noch Farben und Materialien fast jeder Art.
Darüber hinaus wird Kultur des Wandels sein mobiles Wohnzimmer mit integrierter Bühne aufbauen. Diese wird eine Open Stage sein, auf der sich NachwuchsmusikantInnen oder –PoetenInnen präsentieren können und dürfen. Da wir aus einem rein nachbarschaftlichen Engagement heraus entstanden und gewachsen sind, fehlt uns leider ein gewisses Budget für Künstlergagen und wir freuen uns umso mehr, wenn unser Angebot in Anspruch genommen wird.
Sich für die Pop Up-Galerie anmelden, weitere Informationen anfordern oder Spenden in Form von Sachgütern oder Muskelkraft zur Verfügung stellen kann man einfach unter kultur(at)ihmezentrum.org.

Du bist selbst aktiv in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum. Warum ist das Quartier aus deiner Sicht geeignet für Kultur und Kunst?
Das Ihme-Zentrum übt in seiner Bauart einen großen Reiz auf Kreative aus. Die unübersichtliche Größe, die kaputten Ecken und auf der anderen Seite die beinahe „heile Welt“ in den Wohnbereichen darüber erzeugt einen sehr inspirierenden Kontrast. Man sieht es von beinahe überall in der Stadt, und jeder hat eine Meinung dazu. Zum anderen stehen seit Jahren Flächen im Ihme-Zentrum einfach leer, die in der Kultur- und Kreativszene dringend benötigt werden und von denen jeder weiß, dass diese nicht wieder mit Einzelhandel zu beleben sind. Deshalb werden wir im kommenden Jahr spezielle Infoveranstaltungen für Künstler und Kreative anbieten.

Jan-Philippe Lücke

Jan-Philippe Lücke ist bildender Künstler und seit 2012 Bewohner des Ihme-Zentrums. Er ist Mitglied im Vorstand der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum und Sprecher der Arbeitsgruppe Kultur.

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