Das Ihme-Zentrum als Start-up-Location

von Experiment Ihme-Zentrum

Das ehemalige Einkaufszentrum

Das Ihme-Zentrum als Hot-Spot für Kreative und Unternehmer. Der Politiker und Internet-Marketing-Experte Jörg Schimke sieht in dem Quartier einen idealen Möglichkeitsraum für Start-ups. Im Interview erklärt er, wie ein Existenzgründungszentrum die Transformation des Viertels mit prägen und tragen könnte.

Das Ihme-Zentrums als Existenzgründungszentrum: Was ist die Idee und wie möchtest du das umsetzen?
Es gibt so viele Ideen, denen im Wortsinn nur der Raum zur Entfaltung fehlt. Im Ihme-Zentrum finden wir diesen Raum und das sogar noch mitten in der Stadt. Existenzgründungszentren liegen sonst ja eher abseits, verschämt in irgendwelchen Gewerbegebieten versteckt. Durch die zentrale Lage des Ihme-Zentrums steht hier ein komplett anderes, größeres Potenzial zur Verfügung. Für den Anfang könnten 1.000 Quadratmeter Nutzfläche genügen.

Wie könnte das Ihme-Zentrum an sich davon profitieren?
Es geht los, es bewegt sich was. Das ist schon ein Wert an sich. Das Ihme-Zentrum ist ja sonst Beton gewordener Stillstand. Das färbt auf ganz Hannover ab. Allein schon die Führungen durch das Zentrum, der Verein, das wachsende bürgerschaftliche Engagement haben angefangen, etwas endlich wieder in Bewegung zu setzen. Mit dem Ihme-Zukunfts-Zentrum wird das plötzlich konkret. Dornröschen will wachgeküsst werden. Der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum hat ja schon die Parole ausgegeben: „Das Ihme-Zentrum muss ein Leuchtturm werden.“ Und genau das ist es.

IMG_7382

Und würde das Ganze auch einen Effekt auf Hannover haben?
Existenzgründungen in dieser Form bringen eine neue Qualität in den Wirtschaftsstandort Hannover. Das werden lokal fest verwurzelte Unternehmen. Unternehmerinnen, die sich ohne Zweifel auch in der Stadtgesellschaft engagieren werden. Das ist eine ganz andere Hausnummer als Konzerne oder Ketten. Konzerne sind launisch und anspruchsvoll. Und wenn sie niesen, dann bekommt die Stadt eine Lungenentzündung. Mit einem Existenzgründungszentrum diversifiziert die Stadt – in Branchen und Märkten. Und es ist eine kluge Risikostreuung.

Hast du eine Vision, wie mit deiner Idee das Ihme-Zentrum in zehn Jahren aussehen könnte?
Alle fünf Jahre soll sich das Ihme-Zukunfts-Zentrum häuten. Sind die anderen Gewerbeflächen inzwischen in Schwung gekommen? Läuft das Existenzgründungszentrum im Ihme-Zentrum gut? Welche Impulse kommen vom Zentrum in der Stadt an? Wenn es gut läuft, dann nehmen wir noch einen Happen Beton dazu: Wir erweitern das Zentrum um ein weiteres Modul. Mit neuen, anderen Inhalten und Themen. So oder so bin ich überzeugt: Das Ihme-Zentrum wird der Hot-Spot der Stadt. Wir müssen jetzt nur den Stillstand überwinden.

Jörg Schimke

Foto: Kristina Verzbilovskis

Jörg Schimke (58) lebt seit 2004 in Linden, hat Marketing-Kommunikation studiert als PCs noch unbekannt waren und arbeitet jetzt im Internet-Marketing. Seit 2009 gehört Jörg Schimke dem Bezirksrat Linden-Limmer an, seit 2014 als parteifreier Einzelvertreter. Zu seinen Lieblingsthemen gehören Demokratie, soziale Gerechtigkeit, eine nachhaltige, soziale und faire Wirtschaft.
Sein Blog: www.klickhin.de

Advertisements