April 2016 – Der Frühling zieht ins Ihme-Zentrum

von Experiment Ihme-Zentrum

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Nisthilfen für die Mehlschwalben. Alle Bilder: Uwe Vahldieck

Kurz vor Ostern brachten Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Nisthilfen für Mehlschwalben im Ihme-Zentrum an. Die Tiere sind stark gefährdet, nun haben sie die perfekte Behausung. Das Ihme-Zentrum ist dadurch ein wenig grüner geworden. Im Interview erklärt Uwe Vahldieck vom BUND, warum die Schwalben eine Bereicherung für das Quartier sind.

Was haben Sie genau gemacht?
Wir haben an einer Stelle im Ihme-Zentrum Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht. Diese Tiere sind stark gefährdet und brauchen deshalb jede Unterstützung. Im Ihme-Zentrum lebt eine Kolonie seit Jahren. Für die haben wir neue Nisthilfen angebracht. Dem Ihme-Zentrum sind hierdurch keine Kosten entstanden. Die Bausubstanz wird dadurch weder zerstört noch beschädigt, und die Bewohner des Ihme-Zentrums haben dadurch keine Nachteile. Im Gegenteil.

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Mit einem Kran wurden die Nisthilfen im Ihme-Zentrum angebracht.

Es heißt: Eine gesunde Flora und Faune begünstigt auch das Leben der Menschen. Können Sie das bestätigen?
Ja, es ist nicht nur eine Freude, die Tiere zu beobachten. Wir profitieren alle von einer gesunden Biodiversität – auch in der Großstadt.

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Die Kosten für die Aktion trug der BUND. Es entstehen durch die Nisthilfen keine Schäden am Bauwerk.

Nun gilt das Ihme-Zentrum bei vielen Menschen als graue Burg und nicht als ein Hort der Tiere und der Pflanzen. Wie sehen Sie das?
Das kann ich nicht nachvollziehen. Das Quartier bietet eine gute Grundlage, um Menschen, aber auch Pflanzen und Tieren eine Heimat zu geben. Dass die Mehlschwalben hier schon seit mehr als 30 Jahren gelebt haben, ist ein gutes Zeichen dafür. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: Dort wo die Schwalben wohnen, ist das Glück zu Hause.

Uwe Vahldieck

Uwe Vahldieck ist ehrenamtliches Mitglied des BUND Region Hannover mit dem Schwerpunkt Schwalbenschutz. Hier gibt es mehr Infos zu Mehlschwalben.

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