Ein neues Wahrzeichen für Hannover

Warum das Ihme-Zentrum eine Chance und keine Bauruine ist.

Juni 2017 – „Es gibt keine Zusammenarbeit mit Intown“

Ein Großunternehmen kauft eine sanierungsbedürftige Immobilie und macht erst mal – nichts. Was sich anhört wie im Ihme-Zentrum oder beim ehemaligen Maritim Hotel am Neuen Rathaus in Hannover, spielt sich derzeit in ganz Deutschland ab. Oft handelt es sich um die gleichen Akteure, wie ein Vergleich der Aktvitäten von Intown in Hannover und in Dortmund ergibt. Welche Paralellen es zwischen den Städten gibt und wieso gute Worte nicht reichen, um diese Unternehmen wirklich auch in die Verantwortung zu nehmen, dass sie investieren, erklärt Tobias Scholz vom Mieterverein Dortmund im Interview.

Lieber Herr Scholz, Sie müssen sich als Mieterverein Dortmund viel mit der gleichen Unternehmensgruppe wie im Ihme-Zentrum auseinander setzen. Was ist da genau los?
2011 wurde die in Dortmund bekannte Wohnanlage Hannibal im Stadttel Dorstfeld von der Lütticher 49 Properties GmbH aus der Zwangsversteigerung erworben. Die Lütticher 49 gehört einer Firma mit Sitz auf Zypern. Wir gehen davon aus, dass die Lütticher im Hintergrund mit der Intown Group verbunden ist.-Beide Unternehmen haben ja mit Frau Efrat Abuav die gleiche Person als Geschäftsführerin. Zum Hannibal gehören etwa 420 Wohnungen, wovon rund 100 schon seit vielen Jahren leer stehen. Es gibt immensen Investitionsstau, zum Beispiel bei den Aufzügen. Es muss hier richtig was gemacht werden.

Das Unternehmen hat den Hannibal damals in einer Zwangsversteigerung gekauft. Was wurde gesagt, soll mit den Wohnungen passieren?
Es gab einen lapidaren Ausspruch à la „To make it nice and bring nice poeple.“ Die Lütticher 49 hat im Dezember 2011 mit 7 Mio. Euro viel zu teuer gekauft. Der Hannibal ging für fast das doppelte des Verkehrswertes von knapp 3,7 Millionen Euro über dem Tisch. Hinzuzurechnen wären damals laut Wertgutachten Investitionen von mindestens 9,3 Mio., Euro. um akute Bauschäden und -mängel zu beseitigen.

Und was ist seitdem passiert?
In der Gesamtbilanz viel, viel zu wenig. Ein Sanierungskonzept gibt es nicht. Die laufende Instandhaltung läuft schleppend. Mängel wurden und werden zu langsam, nicht vollständig oder auch gar nicht behoben.

Wie ist die Situation für die Mieter vor Ort?
Das Objekt war ja vorher mehrere Jahre in der Zwangsverwaltung. Die Mieter sagen, damals ging es ihnen besser. Schließlich wurde die eingenommene Miete wieder ins Haus gesteckt. Jetzt ist es eine Hängepartie ohne Ende. Dabei gibt es im Gebäude tolle Wohnungen über zwei und teilweise drei Etagen, guter S-Bahn-Anbindung und hervorragender Aussicht in den oberen Etagen.

Wie ist denn Ihr Kontakt mit dem Eigentümer?
Schlecht. Es gibt keine Zusammenarbeit. Aktuell beschäftigen uns unberechtigte Mahnungen mit angeblichen Mietrückständen. Da werden die Mieter richtig unter Druck gesetzt.

Foto: Ralf Hülls, CC BY-SA 2.0 de

Ist das Unternehmen neben dem Hannibal sonst noch aktiv in Dortmund?
Vor rund drei Jahren wurden von Intown (damals noch Newtown) mehrere richtige Problemimmobilien in der Dortmunder Nordstadt erworben. Dort war in Teilen auch die städtische Wohnungsaufsicht aktiv.
Und sie besaßen bis vor Kurzem ein leer stehendes innerstädtisches Einkaufszentrum, das Westfalen-Forum. Der Leerstand ist hier sehr groß- Investitionen wurden angekündigt, aber nicht umgesetzt. Nun sei das Einkaufszentrum nach Medienberichten an dieAroundtown Holding verkauft worden (http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-City~/Leerstand-Warum-das-Westfalenforum-wohl-ein-Sorgenkind-bleibt;art930,3221632). Aroundtown hält nach eigenen Angaben rund 36 % an Grand City Properties, die wir als Aufkäufer von Wohnungsbeständen kennen.

Was will das Unternehmen mit diesen Objekten?
Das weiß ich nicht. Intown investiert ohne erkennbare Strategie , es muss sich irgendwie anders für sie lohnen. Es ist ja auch komplett unklar, wer die Anleger sind, woher das Geld kommt, das hier in Immobilien in ganz Deutschland angelegt wird. Es gibt ja auch ein Objekt in Schwerin, wo die Menschen in unhaltbaren Zuständen leben müssen. Hier wird auf Kosten der Mieter spekuliert.

Haben Sie eine Idee, wie man mit diesem Unternehmen umgehen kann?
Intown müsste den „Spaß“ an den Objekten verlieren. Die Kommunen müssen mit allen anwendbaren ordnungs-, planungs- und wohnungsrechtlichen Instrumenten Druck aufbauen. Zugleich ist es wichtig, dass die Mieter unterstützt werden, ihre Mieterschutzrechte in Anspruch zu nehmen. Ein Beispiel: Den einen erneuerten Aufzug im Hannibal gibt es nur, weil ein Mieter die Eigentümerin auf Instandsetzung verklagt hat. Es braucht am Ende aber Träger, der dann zu einem angemessenen Preis einstiegen und ein bewohnerorientiertes Sanierungskonzept auf den Weg bringen könnte.

Wie geht denn die Stadt Dortmund mit dieser Herausforderung um?
Es gibt immer wieder Auseinandersetzungen. Die Wohnungsaufsicht ist immer wieder aktiv. Ein Austausch zwischen den betroffenen Stadtverwaltungen wäre sicherlich sinnvoll, soweit nicht schon vorhanden. Auch ein Austausch zwischen Bewohnerinitiativen und beteiligten Mietervereinen wäre sinnvoll. Vielleicht können wir ja eine Art Intown-Konferenz auf die Beine stellen, wo wir Betroffene aus ganz Deutschland zu einladen.

Tobias Scholz arbeitet für den Mieterverein Dortmund. Dies ist der erste Artikel in einer Reihe von Texten, in denen die Aktivitäten der Unternehmensgruppe um Intown beobachtet werden.

Juni 2017 – Eröffnung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist großer Erfolg

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Seit Mitte Juni gibt es zum ersten Mal seit der Einweihung des Ihme-Zentrums vor mehr als 40 Jahren einen Nachbarschafts- und Kulturraum: Die Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E wird in Zukunft Treffpunkt für die Nachbarschaft sein. Ab Juli gibt es hier regelmäßige Nachbarschaftscafés und Kultur- sowie Spieleabende für die Bewohner. Ab Oktober wird es monatliche Planbox-Treffen geben, bei der Bewohner sich mit Architekten und Stadtentwicklern austauschen können, was sie sich im Quartier wünschen und welche Bedürfnisse sie haben.

Aber auch für Kultur gibt es hier genügend Raum. So zog mit dem Orchester im Treppenhaus gleich der erste Untermieter in die Zukunftswerkstatt. Am ersten Wochenende nutzte außerdem ein Team des Lister Kulturzentrums Pavillon die Räume und das Quartier, um dort ein Level ihres Computerspiels „Pavillon Prison Break“ zu entwickeln.

Es geht weiter mit den Events im Ihme-Zentrum:
Sonntag, 26. Juni – 12 Uhr
Sommerfest in den Küchengärten Linden
Palettengarten im Ihme-Zentrum/Küchengarten

Dienstag, 4. Juli – 19 Uhr
Raumschiff Ihme-Zentrum – Studierende präsentieren ihre Arbeiten zum Ihme-Zentrum
Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E

Donnerstag, 6. Juli – 18 Uhr
WAS STIMMT NICHT MIT DIR – eine Intervention
Eine Performance von Szenografie-Studierenden der Hochschule Hannover
Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E

Dienstag, 11. Juli – 15.30 Uhr
BewohnerCafé – Treffpunkt für Bewohnende des Ihme-Zentrums
Ab 19 Uhr dann Spieleabend
Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E

Juni 2017 – Ein Ort für Macher, nicht für Schnacker

Mit der Eröffnung des Nachbarschafts- und Kulturraums Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E beginnt eine neue Phase bei der nachhaltigen und kreativen Revitalisierung im Ihme-Zentrum. Für die Kuration und Raum-Management konnte die Designerin Lucy Winkler gewonnen werden. Im Interview erklärt sie, warum dieser Ort so inspirierend ist, was in dem Raum alles geplant ist und wie man sich selbst einbringen kann.

Lucy, du hast mit deinem Laden und Kunstraum Grosstadtrekorder 2010 als erste die Deisterstrasse neu belebt. Das hat viele positive Impulse in der Stadt gegeben. Nun übernimmst du mit der Kuration der Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum eine besondere Herausforderung. Was ist aus deiner Sicht wichtig, um urbane Räume mit Kreativität zu erobern?
Ganz am Anfang steht häufig die Veränderung der Außenwahrnehmung. Es braucht einen offenen Blick und eine Vision für eine bessere Zukunft, die aber gleichzeitig die Vergangenheit eines Ortes nicht außer acht lässt.
Es ist ein tolles Gefühl, wenn man ein neues Gebäude betritt und sofort beginnt, darüber nachzudenken, was man dort entwickeln könnte. Das ist der schönste Augenblick, wenn alles noch offen ist, man Unmengen von Entwicklungspotenzial sieht und sich auf das, was kommt, freut.
Auf der persönlichen Ebene muss man gleichzeitig lernen, sich zu organisieren. In einem solchen Projekt lernt man sich selbst sehr gut kennen.

 

Die Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E wird neben einem Angebot an die Kultur- und Kreativszene vor allem auch ein Raum für die Nachbarschaft und Zentrum für ein Bürgerbeteiligungsverfahren sein. Was liegt dir dabei besonders am Herzen?
Ich wünsche mir, dass wir die brachliegenden etwa 100.000 Quadratmeter im Ihme-Zentrum als ungenutzte Ressource begreifen. Das wir gemeinsam im regem Austausch Visionen entwickeln und vom Sprechen, darüber was sein könnte, ins Tun kommen.
Es geht ja ein Stück weit auch darum, einen Gegenentwurf zu bereits bestehenden Prinzipien zu entwickeln – im Austausch mit der Bewohnerschaft neue positive und konstruktive Ideen zu entwickeln – und dann auch zu realisieren. Schließlich gibt es für jedes Problem hier eine technische Lösung.

230 Quadatmeter, ein großer Saal und kleine Büros/Werkstätten – das ist das neue Nachbarschafts- und Kulturzentrum Zukunftswerkstatt.

Wo melden sich Interessierte, wenn sie tolle Ideen für den Raum haben?
Wer Fragen zum Raum schreibt entweder eine E-Mail an raum(at)ihmezentrum(.)org oder nutzt einen die Treffen des Bürgerdialogs oder kommt zu den regelmäßigen Bewohnercafés. Für Interessierte aus der Kultur gibt ebenfalls ein regelmäßiges Infotreffen mit der Vereinsarbeitsgruppe. Oder ihr nutzt die Tage der offenen Tür, um Hallo zu sagen, und vielleicht sitzen wir ja schon bald zusammen und spinnen bei einer Limo oder einem Bier ein Konzept.

Was ist deine Vision für ein nachhaltiges und kreatives Ihme-Zentrum im Jahr 2025?
Digitalisierung, Technik, Kunst, Design, Wissenschaft, Handwerk, Soziales – auf insgesamt 100.000 m². Ich wünsche mir, dass das Ihme-Zentrum hybrid wird: Dass neben Künstlern, Designern und Architekten auch Sozial- und Forschungsprojekte in diesem Stadtteil heimisch werden. Monokultur bedeutet Stillstand!
Noch gibt Leerstand und genug Menschen, die auf der Suche nach Raum für ihre Ideen sind. Wir sollten darum diese brachliegenden Räume als ungenutzte Ressource begreifen und mit Kreativität und Talent zusammenbringen.

Lucy Winkler ist Produktdesignerin, Modemacherin und Kuratorin.

Mai 2017 – Der Umbau der Zukunftswerkstatt ist fertig

Knapp zwei Wochen vor der Eröffnung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist der Umbau des neuen Nachbarschafts- und Kulturzentrums nahezu fertig. Im Interview erklärt Thomas Wolters, was genau gebastelt werden musste, was in Zukunft in den Räumen passiert und welche Vision der Geschäftsführer des Ökobaumarktes Umbau für das Ihme-Zentrum hat.

Du baust derzeit die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum um. Was ist alles schon geschehen und was habt ihr noch vor?
In den Räumlichkeiten sind zunächst umfangreiche Abbrucharbeiten vorgenommen worden. So wurden z.B. drei Wände entfernt, um einen großen Veranstaltungsraum zu schaffen. Unsere Arbeit bestand vor allem darin, einen neuen Fußboden einzubauen. Hierfür mussten wir erst den Untergrund aufwendig vorbereiten, d.h. die Risse im alten Estrich schließen und danach den Boden auf ca. 230m² vollflächig spachteln. Hierzu wurde eine zementäre Spachtelmasse 3-5mm dick aufgetragen. Diese Spachtelmasse war nötig, um einen glatten Untergrund für das Linoleum zu schaffen.

Welche Baumaterialien habt ihr dafür verwendet?
Wir hatten uns für diesen Bodenbelag entschieden, weil er zu 95 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, sehr robust und leicht zu pflegen ist. Es gibt kaum einen ökologischeren Baustoff. Die, leider sehr hässliche, Decke im großen Raum konnten wir aus technischen Gründen nicht entfernen. Vielleicht bauen wir das aber noch um. Dennoch war es möglich, die Decke „aufzuhübschen“, inden wir sie mit einer ökologischen Farbe übergestrichen haben. Diese Farbe wird auch ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und hat dennoch ein hohes Deckungsvermögen. Zum Schluß haben wir noch Sockelleisten aus Massivholz montiert.

Du bist selbst mal Mieter im Ihme-Zentrum gewesen, könntest du dir vorstellen, wieder einzuziehen?
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, wieder im Ihmezentrum zu wohnen, und auch meinen Laden sehe ich eigentlich perfekt positioniert im Ihme-Zentrum.

Hast du eine Vision vom Ihme-Zentrum 2025?
Meine Vision für das Ihmezentrum 2025  ist zweigeteilt: Meine große Hoffnung und auch mein Wunsch wäre es, dass die Politik sich endlich bewegen würde um eine durchgreifende Sanierung des Ihme-Zentrums zu ermöglichen. Dann könnte aus dem Ihme-Zentrum eine grüne Stadt in der Stadt werden, an einem der begehrtesten Standorte der Stadt. Die zweite, nicht so positive, Vision ist, dass bis 2025 noch nicht so viel passiert ist. Ist ja nicht mehr so lange bis dahin, und man weiß ja wie lange politische Entscheidungen brauchen. Naja, aber dann gehen meine Wünsche für das Ihme-Zentrum eben erst 2030 oder 2035 in Erfüllung.

Thomas Wolters ist Geschäftsführer vom Ökobaumarkt Umbau und Mitglied im Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum.

Mai 2017 – Die Schwalben kehren zurück ins Ihme-Zentrum

Mehlschwalben leben im Ihme-Zentrum. Das ist ein gutes Zeichen. (Fotos: Uwe Vahldieck)

Im vergangenen Jahr brachte der BUND im Ihme-Zentrum Nisthilfen für die gefährdete Vogelart Mehlschwalben an. Auch im zweiten Jahr sind die Tiere zurückgekehrt, die Kolonie entwickelt sich sehr gut, erklärt Uwe Vahldieck vom BUND im Interview.

Herr Vahldieck, 2016 haben Sie im Ihme-Zentrum Brutkästen für die vom Aussterben bedrohten Mehlschwalben im Ihme-Zentrum angebracht. Wie hat sich das Ganze seitdem entwickelt?
Das erste Jahr war für den Anfang sehr gut. In einer Nisthilfe fand eine Brut statt, und in vier weiteren konnte ich Ein- und Ausflüge von Mehlschwalben in Nisthilfen beobachten. Das Annehmen von Kunstnestern durch Mehlschwalben ist normalerweise problematisch: Sie kennen keine Kunstnester. Darum war es sehr wichtig das die Schwalben die Nisthilfen gleich wahrgenommen und gebrütet haben.

Hatten die Tiere denn Schwierigkeiten?
Die Kolonie war einem Nesträuberangriff ausgesetzt. Alle 23 besetzten Naturnester wurden bis auf ein Nest und das Kunstnest zerstört. Es flogen keine Schwalben mehr am Ihme-Zentrum, und ich ging davon aus das es die Kolonie nicht mehr existiert. Jedoch kamen einige wieder, bauten Nester und brüteten erfolgreich.

Die Brutkästen und ihre Anbringung hat der BUND Region Hannover komplett selbst organisiert.

Sie haben erzählt, dass die Tiere in diesem Jahr zurückgekehrt sind. Wie geht es nun weiter?
Ich glaube und hoffe, dass wir die Nisthilfen zum richtigen Zeitpunkt angebracht haben. Denn wenn die Nesträuber einmal Erfolg hatten, kommen sie mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder. In den Nisthilfen sind die Tiere aber sicher.

Ist es aus Ihrer Sicht etwas Besonderes, dass sich die Mehlschwalben ausgerechnet das Ihme-Zentrum als Heimat ausgesucht haben?
Vielleicht ist diese Geschichte aus dem vergangenen Jahr und die weitere Entwicklung der Kolonie ein gutes Zeichen für das Ihme-Zentrum. Denn die Schwalben geben nicht auf!

Mehr Informationen zu den Nestern findet sich auf der Website des BUND Region Hannover.

Mai 2017 – Neues von der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum

 

Beim Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist derzeit viel los: Der Nachbarschafts- und Kulturraum am Ihmeplatz 7E wird umgebaut, ein Bürgerdialog vorbereitet und weitere Veranstaltungen geplant. Hier die Mai-Ausgabe des Vereins-Newsletters.

Zukunftswerkstatt wird am 11. Juni eröffnet
Die Umbauten für die Nachbarschafts- und Kulturräume im Ihme-Zentrum haben begonnen: Am 11. Juni wird die Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E eröffnet. Ab 15 Uhr sind Interessierte eingeladen, vorbei zu kommen.
Auf rund 230 Quadratmetern entsteht eine Begegnungsstätte für die Bewohnerschaft des Ihme-Zentrums, aber auch für externe Interessierte. Die Landeshauptstadt Hannover fördert die Zukunftswerkstatt im Rahmen einer Kulturkooperation für zwei Jahre mit insgesamt 16.000 Euro. Ob Sport, Kultur, Kunst, Kreatives, Familienfeiern oder sonstige Angelegenheiten – die Räume stehen allen zur Verfügung. Wer also Ideen für eine Veranstaltung hat oder gerne in den Räumen etwas machen möchte, ist herzlich eingeladen: Fragen und Infos unter raum(at)ihmezentrum(.)org.

Der Umbau der Zukunftswerkstatt braucht dringend noch SpenderInnen!
Der Umbau und die Einrichtung unseres Kommunikations- und Kulturzentrums im Ihme-Zentrum geht planmäßig voran und soll (bis auf die noch nicht finanzierte behindertengerechte Toilette) bis zur Einweihung am 11. Juni abgeschlossen sein. Die zwingend notwendigen Arbeiten kosten ca. 22.000 Euro, doch bisher sind von Sponsoren erst 17.500 Euro zugesagt. Wir brauchen also dringend weitere Spenden bzw. Sponsoringgelder! Privatpersonen werden auf einer Sponsoringwand im Zentrum genannt (wenn sie damit einverstanden sind). Firmen werden dort, im Internet und in Broschüren ab 1.000 Euro besonders hervorgehoben, ab 2.000 Euro mit Logo. SpenderInnen, die einen Sponsorenvertrag wünschen, bitte Kontaktaufnahme unter raum(at)ihmezentrum(.)org.
Darüber hinaus wird es zur Eröffnung eine Crowdfunding-Aktion des Vereins geben. Mehr Infos demnächst.

Studierende arbeiten an Revitalisierungskonzepten für das „Raumschiff Ihme-Zentrum“
In diesem Sommersemester bieten Vereinsmitglieder Karin Kellner und Herbert Schubert ein Seminar an der Leibniz Universität zum Thema „Raumschiff Ihme-Zentrum“ an. Die Studierenden erhalten eine Einführung, warum das Ihme-Zentrum gebaut wurde und werden später Ansätze erarbeiten, wie eine Transformation gelingen könnte. Die Ergebnisse werden am 4. Juli ab 19 Uhr in der Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E vorgestellt. Mehr Infos hier.

So wird die Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E aussehen: Ein großer Raum für Veranstaltungen sowie drei Büros für verschiedene Nutzungen. Interessenten können sich unter raum(at)ihmezentrum(.)org melden.

Intown hat Pläne für neue Fassade vorgestellt
Der Großeigentümer Intown hat am 6. April vor rund 200 Eigentümern des Ihme-Zentrums den Planungsstand zum Umbau der Fassade vorgestellt. Wie in früheren Präsentationen täuschten dabei aus Sicht des Vereins fotorealistische Visualisierungen über die Kernfragen hinweg: Was hinter der neugestalteten Fassade überhaupt passieren soll. Zwar bekamen die Eigentümer lange Abschnitte von großen Schaufenster-Fronten zu sehen – allerdings fehlen konkrete Zeit- und Finanzpläne zur Vermietung und Nutzung der Flächen. Hier gibt es einen detaillierten Bericht über die Präsentation. Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) wird am 11. Juni im Rahmen seines öffentlichen OB-Ausschusses die Pläne vorstellen. Los geht es um 13.30 Uhr im Neuen Rathaus.

Zwei Millionen Euro Förderung durch das Bundesbauministerium
Das Bundesbauministerium hat beschlossen, finanzielle Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für die Durchwegungen und Bürgerbeteiligung im Ihme-Zentrum zur Verfügung zu stellen. Durch diese Preisvergabe wird das Ihme-Zentrum als wichtiges Bauprojekt eingestuft. Der Verein freut sich über diesen hohen, bundesweiten Stellenwert des Betonriesens. Im Mai wird eine Kommission nach Hannover kommen und über Art und Inhalt der Förderung verhandeln. Hier gibt es mehr Informationen dazu. am 9. Mai besuchen Vertreter des Ministeriums das Ihme-Zentrum, um sich vor Ort ein Bild von dem Stadtteil zu machen.

Weitere Veranstaltungen in der Zukunftswerkstatt
Die Veranstaltungsreihe planen wir nach Eröffnung unserer Begegnungsräume fortzusetzen. Außerdem wird es ein Nachbarschaftscafé geben, Kultur- und Spieleabende sowie regelmäßige Sprechstunden im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses, das der Verein nach dem Sommer startet. Mehr Infos demnächst.

Mai 2017 – Das Ihme-Zentrum in den Medien

Joanna Itzek schreibt im Schweizer Architekturmagazin VISO über das Ihme-Zentrum – auf Deutsch und Französisch.

Die Eröffnung der Nachbarschafts- und Kulturräume im Ihme-Zentrum rückt näher. Am 11. Juni ist die Eröffnung der Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E. Immer wieder kommen Journalisten ins Ihme-Zentrum, um sich anzuschauen, wie dort an einer nachhaltigen und kreativen Stadtentwicklung gearbeitet wird. So war Joanna Itzek für das Schweizer Architekturmagazin VISO da und berichtet auf Deutsch und Französisch. Und auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung beobachtet genau, was derzeit im Ihme-Zentrum passiert.

Jutta Rinas von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hat einen Tag der offenen Tür in der Zukunftswerkstatt besucht.

Mai 2017 – Ein Ort der Kultur und Demokratie im Ihme-Zentrum

Am 11. Juni wird der Nachbarschafts- und Kulturort Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E eröffnet. In den rund 230 Quadratmetern wird es Raum geben für kulturelle und kreative Nutzungen, für nachbarschaftliche Aktionen wie einem Nachbarschaftscafé, und das Ganze wird auch als Anlaufstelle für eine vom Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum organisierte Bürgerbeteiligung genutzt. Wer Interesse hat, kann sich unter mail(at)ihmezentrum(.)org beim Newsletter anmelden.

Der Raum wird zu einem Teil von der Landeshauptstadt Hannover gefördert, aber vor allem auch durch private Spenden und Veranstaltungen finanziert. Jede Unterstützung und Hilfe ist willkommen. Die Räume sind auch mietbar. Sprecht uns gerne an. Der nächste Tag der offenen Tür ist am 28. Mai ab 14h. Bei Interesse gibt es um 14h einen Rundgang durch das Ihme-Zentrum. Anmeldungen dazu sind unter rundgang(at)ihmezentrum(.)org möglich. Auf der Tour wird erklärt, wieso das Ihme-Zentrum einmal gebaut wurde, wieso das Sockelgeschoss einer Ruine gleicht und wie eine nachhaltige und kreative Revitalisierung des Quartiers gelingen kann.

Die nächsten Vorstellungen der Dokumentation über das Ihme-Zentrum sind am 16. und 21. Mai im Apollokino. Der Vorverkauf läuft.

Lasst uns gemeinsam den schlafenden Riesen Ihme-Zentrum wach küssen!

April 2017 – Der Umbau der Zukunftswerkstatt geht los

Der Umbau der Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E hat begonnen. Zwei Wände werden eingerissen und Boden verlegt, damit in dem ehemaligen Statiker-Büro ein neuartiges Nachbarschafts- und Kulturzentrum entstehen kann. Auf 230 Quadratmetern stellt der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum Raum für Bewohnerschaft des Quartiers zur Verfügung, aber auch für externe Interessierte.

Am 11. Juni wird diese besondere Art der Begegnungsstätte eröffnet. Vorher können sich Interessierte jedoch bereits bei mehreren Baustellenbesichtigungen anschauen, was der Verein vorhat. Der nächste Tag der offenen Tür ist am 29. April von 15 bis 18 Uhr. Neben Informationen wird es auch Getränke gegen Spende geben.

Der Umbau wird so nachhaltig wie möglich gestaltet. Eines der ausführenden Unternehmen ist Umbau Hannover – der Ökobaumarkt aus Linden.

Bei Interesse: raum(at)ihmezentrum(.)org